Was ist meine Persönlichkeit? Der einfache Selbsttest

Im Leben stellen wir uns häufig Fragen. Über uns. Über andere. Über unsere Persönlichkeit. Wir sprechen über das Unverständnis der Kollegin oder wir wissen in vielen Situationen nicht, warum wir uns so verhalten, wie wir uns verhalten.

Dieses führt im Endeffekt zu Lästereien über andere oder an ein Nicht – Glaube an unserer Person.

Dazu häufen sich Fragen in uns:

  • Warum bin ich anders?
  • Warum bin ich nicht so wie mein Freund/ meine Freundin / meine Kollegin / mein Nachbar?
  • Warum verhalte ich mich nicht wie es „richtig“ ist?
  • Warum nervt mich so vieles?
  • Warum überfordert mich mein Alltag?
  • Warum langweilt mich mein Alltag?
  • Was stimmt nicht mit mir?

Diese Fragen können wir eigentlich mit Leichtigkeit beantworten, um uns und unsere Mitmenschen besser zu verstehen.

Aber wie?

Mit diesen Fragen an uns:

Wer bin ich? Was ist meine Persönlichkeit?

Und damit meine ich, wer ihr wirklich seid, eure Persönlichkeit und nicht das was die Gesellschafft von euch erwartet.

Du tust Dinge, die der andere von Dir erwartet und verlierst dadruch Dein Ich.

Katharina Eisenlöffel(*1932)
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Wir Menschen sind alle verschieden und das ist auch gut so. Doch manchmal fühlen wir uns schlecht, weil wir nicht genau wissen, warum wir so handeln, wie wir handeln oder warum wir anders sind. Das müssen wir aber gar nicht, stattdessen sollten wir uns lieber eine andere Frage stellen:

Bin ich eine introvertierte, extrovertierte oder ambivertierte Persönlichkeit?

Natürlich kennen wir alle die Persönlichkeitsmerkmale wie, „ich bin offen“(extrovertiert) oder „eher schüchtern“(introvertiert).

Aber wir ordnen dem meistens nur diese beiden Punkte, wie die Offenheit oder der Schüchternheit zu. Was schade ist, da diesen Persönlichkeitsmerkmalen noch viel mehr Punkte zugeschrieben werden. Es hat mir im Alltag stark geholfen, zu wissen, welche Werte und Merkmale den 3 Persönlichkeitsmerkmalen noch untergeordnet sind. So konnte ich mich plötzlich freier in meinem individuellen Lebensstil bewegen.

Kurz gesagt: Damit konnte ich mich besser verstehen. Warum ich so bin, wie ich bin.

Mich nicht mehr verurteilen zu müssen, da ich jetzt wusste „wer ich bin“, war ein längst fälliger Schritt in meinem Leben. Ich konnte dadurch mein Selbstbewusstsein stärken, weil ich mich jetzt besser fühlte in meinen Stärken und sogar meinen Schwächen.

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Selbsttest / Persönlichkeitstest

Hiermit könnt ihr herausfinden, welcher Typ Mensch ihr wirklich seid uns was ihr für ein glücklicheres Leben braucht.

Checkliste Nr. 1 Persönlichkeit „Extrovertiert“

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Treffen diese Fragen auf mich zu? Stelle ich mir des Öfteren diese oder ähnliche Fragen?

Wenn acht Fragen auf euch zutreffen, dann seid ihr die extrovertierten Menschen dieser Welt.

  • Warum war ich schon wieder die letzte auf der Party?
  • Warum habe ich mich schon wieder im Gespräch in den Mittelpunkt gestellt?
  • Warum esse ich so häufig Chips und kann ihnen nicht widerstehen?
  • Warum kann ich nicht mal still sitzen und zu Hause bleiben?
  • Warum suche ich im Alltag nach Abenteuern?
  • Warum empfinde ich meinen Alltag als langweilig?
  • Warum treffe ich Entscheidungen voreilig und impulsiv ohne sorgfältig zu überlegen?
  • Warum gehe ich immer so ein großes Risiko ein ? (auch in Form der Gesundheit: Rauchen, Alkohol, Tattoos)
  • Warum kann ich einfach nicht glaubhaft lügen?
  • Warum lasse ich meine Hände und Füße bei Gesprächen immer gestikulieren?

Wenn acht Fragen auf euch zutreffen und ihr euch bei den meisten Fragen ertappt fühlt, dann seid ihr die extrovertierten Menschen dieser Welt.

Was bedeutet das und wie hilft mir das im Alltag?

  • Da extrovertierte Menschen sehr offenherzig sind, schöpfen sie auch ihre Energie daraus, wenn sie mit anderen Menschen Zeit verbringen oder viele Dinge unternehmen.
  • Auch die Chips weisen darauf hin, dass ihr eher zu einem extrovertierten Menschen neigt, laut Studie von Dr. Alan Hirsch.
  • Selbst scharfes Essen gibt den perfektionierten Extrovertierten den Adrenalinkick.
  • Routine im Leben ist sehr schnell langweilig für sie. Dadurch sind sie oft spontan und haben die unterschiedlichsten Interessen.
  • Sie können schlecht lügen, weil ihre Gestik und Mimik schnell verraten was sie denken und fühlen.
  • Extrovertierte Menschen brauchen mehr Dopamin. Dieses ist das Belohnungszentrum, das Glückshormon in eurem Körper.
  • Daraus resultiert, dass die Extrovertierten schneller Langeweile verspüren, als die Introvertierten.
  • So brauchen die Extrovertierten mehr Aufregung, mehr Nervenkitzel, mehr Risiko, mehr von allem, damit sie glücklicher sind. Schnell kommt es im trivialen Alltag zu Situationen, welche langweilig und öde wirken. Die Langeweile macht sich also schneller bemerkbar.

Welche Ideen gibt es, um den Alltag aufzupeppen oder interessanter zu gestalten, so dass weniger Langeweile bei den Extrovertierten existiert?

Viele Menschen stürzen sich bei einer gewissen Langeweile im Alltag dann schnell in Affären, gefolgt von einem immer wieder wechselnden Job oder die Auswanderung ins Ausland.

Was ist aber, wenn man diese Schritte alle gar nicht gehen möchte? Trotzdem spürt man, dass mehr Nervenkitzel und Aufregung in den Alltag einkehren soll?

Wir können handeln und neue Sachen ausprobieren. Es muss erst mal nichts Großes sein, wo wir vielleicht sogar Angst vor haben. Ein leichtes Grübeln sollte dabei aber normal sein.

Wir können:

  • einen Kurs belegen
  • eine alte Freundschaft wieder aufleben lassen
  • einen Fallschirmsprung machen

Einfach das tun, was du schon lange tun wolltest. Es aber „irgendwie“ nie geschafft oder gemacht hast.

Tipp: Wie du außerdem deinen Alltag mehr Dopamin/Aufregung schenken kannst – hier klicken.

Du bist extrovertiert?

Alle, die sich jetzt angesprochen fühlen und mit dem ein oder anderen Punkt eigentlich nicht in Verbindung gesetzt werden möchten, kann ich sagen: Sorgt euch nicht – ihr seid einfach so. Das liegt in eurem Naturell. Ihr dürft euch nicht dafür bestrafen wer ihr seid. Sondern passt euch dem an wer ihr seid.

Eine Persönlichkeit wird sich nie ändern, vielleicht anpassen.

Katharina Eisenlöffel (*1932)

Checkliste Nr.2 Persönlichkeit „Introvertiert“

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Ihr habt euch in diesen Punkten nicht wiedererkannt? Hier gibt es andere Fragen, mit welchen ihr euch vielleicht definieren könnt:

Hier gilt das Gleiche wie beim ersten Abschnitt. Wenn mehr als 8 Punkte auf euch zutreffen, gehört ihr in diesem Fall zu den introvertierten Menschen der Welt.

  • Warum habe ich das Essen gehen schon wieder abgesagt?
  • Warum nerven mich die Gespräche der anderen?
  • Warum ertrage ich die Lichter auf der Party nicht?
  • Warum habe ich immer Gelüste auf Vollmilchschokolade?
  • Warum habe ich keine Lust auf Konversation, auch nicht mit meinem Partner?
  • Warum müssen hier so viele Menschen sein?
  • Warum kann ich nicht spontan sein und brauche immer vorher einen Plan?
  • Warum bin ich so zurückhaltend?
  • Warum bin ich so oft in Gedanken und Träumen versunken?
  • Warum nerven mich plötzlich die Termine, worauf ich mich eigentlich gefreut habe?

Was bedeutet das und was hat das für eine Bedeutung in meinem Alltag?

  • Die introvertierten Menschen brauchen einfach mehr Zeit für sich. Und das am liebsten mit einem guten Stück Vollmilch Schokolade, (Dr. A. Hirsch).
  • Ein kuscheliger Abend mit einem Buch und Tee sind optimal für sie.
  • Sie brauchen nicht den Kontakt zu anderen Menschen um ihre Akkus aufzuladen. Ihnen reicht ein bisschen „Me-time“ um glücklicher zu sein. Das heißt nicht, dass introvertierte Menschen keine anderen Menschen sehen möchten, sie brauchen es nur nicht regelmäßig.
  • Sie sind sehr reflektierte und tiefgründige Persönlichkeiten, die eine außergewöhnliche Kreativität besitzen. Viele berühmte Dichter und Denker sind introvertiert.
  • Introvertierte können Entscheidungen schwerer treffen.

Den letzten Punkt möchte ich näher aufgreifen. Warum können introvertierte Menschen schlechter Entscheidungen treffen?

  • Sie machen sich mehr Gedanken über das, was andere sagen.

Ein Beispiel dazu:

 =>Ein Kaffeetreffen mit den Freuden. =>Eine gemütliche Atmosphäre. => Der ganze Nachmittag ist mit reichlich Gesprächen geschmückt.

Nach diesem eigentlich schönen und freudigen Nachmittag geht es bei den Introvertierten aber erst am Abend, wenn sie zu Hause sind, richtig los. Denn dann kommen ihnen nochmal die ganzen Gespräche in den Kopf.

  • Was wurde gesagt?
  • Wie wurde was gesagt?

Dadurch blockieren sie andere Prozesse im Kopf und somit fällt es ihnen auch schwerer Entscheidungen zu treffen.

Langweile im Alltag?

Die Langweile im Alltag kommt eher seltener vor. Introvertierte reagieren stärker auf Dopamin und brauchen dementsprechend weniger Nervenkitzel in ihrem Leben. Zuviel davon erschöpft sie sogar.

Tipp: Warum Langeweile und Ruhe im Alltag für jeden wichtig ist, kannst du in diesem Blogbeitrag lesen – hier klicken.

Ein Beispiel:

Ein Wochenende ist durchgeplant mit einem Frühstück bei den Eltern, ein Shopping Nachmittag mit der Freundin, am Abend noch eine Party.

Was für viele nach einem perfekten Wochenende klingt, ist für die Introvertierten oft eine Überforderung.

Nehmt euch einfach die Zeit, die ihr braucht. Verteilt die oben genannten Dinge auf verschiedene Wochenenden.

Denkt nicht, dass muss ich doch zeitlich integrieren können, dass schaffen andere doch auch.

Legt zwischen den sozialen Ereignissen Pausen ein, denn vielleicht sind die anderen einfach ein wenig extrovertierter als ihr.

Du bist Introvertiert?

Alle diejenigen, die jetzt mitfühlen können, neigen mehr zur Introversion. Viele von ihnen wünschen sich manchmal einfach gerne ein bisschen mehr extrovertiert zu sein. Denkt auch dort daran, dass es angeboren ist und es ist gut so, wie ihr seid. Nichts daran ist falsch.

Nr. 3 Persönlichkeit „Ambivertiert“

Was ist nun mit den Menschen, die irgendwie beides sind?

Fast kein Mensch ist nur extrovertiert oder nur introvertiert, aber neigt und tendiert zu einer Richtung.

Wenn du dich absolut nicht zwischen den beiden Persönlichkeiten entscheiden kannst, da die oben genannten Punkte auf Gleichstand stehen. Oder aber du unter guten Freunden sehr offen und selbstbewusst bist, in beruflichen Situationen plötzlich schüchtern wirst, dann bist du ein ambivertierter Mensch.

Diese Menschen sind beides:

Die Rampensau auf der Party und auch Jemand der gerne Zuhause Zeit mit sich und einem guten Buch verbringt“.

Diese Mitte ist ein Schwanken zwischen beiden Extremen:

Sie können Entscheidungen nicht sehr schnell treffen, sondern erst nach einer Selbstanalyse und müssen dann noch häufig Freunde um Rat bitten. Dafür haben sie weniger Stimmungsschwankungen in ihrem Leben.

Wenn ihr euch dazu zählen könnt, dann sage ich euch:

Herzlichen Glückwunsch!

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  • Ambivertierte Menschen sind oft erfolgreich.
  • Diese Menschen haben eine große Anpassungsfähigkeit, da sie sich in die Gefühle der anderen Menschen hinein versetzen können. Dadurch wirken sie auf andere Menschen sympathisch und sind sehr selbst reflektiert.
  • Sie kommen mit neuen Aufgaben und Abenteuern gut klar, freuen sich aber auch Zeit mit sich zu verbringen.
  • Sie haben eine große Wandlungsfähigkeit. Sie können anderen den Vortritt auf der Bühne überlassen bzw. wissen wann es wichtig ist den Mund zu halten.
  • Aber sie können auch selbst die Rampensau spielen und wissen genau, wann es wichtig ist zu sprechen.

Alle 3 Persönlichkeitstypen im Überblick

Wenn wir alle drei Persönlichkeiten verstanden haben, uns dadurch besser verstehen und uns so akzeptieren können wie wir sind, dann können wir ruhiger, zufriedener und glücklicher im Alltag werden.

Wir können dadurch andere Menschen leichter akzeptieren wie sie sind und sie auch in ihrem Handeln oft besser verstehen.

Wir müssen uns nicht mehr schlecht fühlen.

Wenn wir unsere Impulse verstehen, die uns zu Chips oder Vollmilchschokolade greifen lassen, kommt irgendwann die Akzeptanz die uns zur inneren Ruhe, Freude und mehr Glückshormonen kehren lässt. Gleichzeitig lässt es unser Stresshormon Cortisol sinken lässt.

Tipp: Wie du noch mehr Stresshormone abbauen kannst, kannst du hier lesen. Oder wie du Glückshormone über den Darm aufbauen kannst – hier klicken.

Beobachten wir also unsere Persönlichkeit:

  • Wer bin ich?
  • Was müsste ich mehr oder weniger in meinem Leben einbauen, damit ich glücklicher bin?

Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.

Sören Kierkegaard (1813-1855)

Mit genügend Zeit und Raum für meine Bedürfnisse grüßt euch,

 eure Annika

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