Whataboutism – 7 Beispiele für garantierte Leichtigkeit

Whataboutism lautet die Antwort für mehr Leichtigkeit.

Whataboutism? Eine rhetorische Taktik, die von vielen Menschen bewusst oder unbewusst angewendet wird. Dieses Wort bedeutet so viel wie:

Aber was ist mit?

Ich möchte euch erklären, warum dieses Wort „Whataboutism“ mir zu mehr Zufriedenheit geholfen hat und auch euch Leichtigkeit im Leben schenken kann. Natürlich erkläre ich auch wie diese Technik der Manipulation funktioniert.

Wodurch fühlen wir uns oft schlecht?

Wir fühlen uns oft schlecht durch Diskussionen, Streit oder Gespräche in denen wir verlieren oder in denen wir als Versager hingestellt werden.

Ich möchte hier erklären wie es gelingt der Gewinner in Diskussionen zu sein. Mit der Hilfe von einem Wort:

Whataboutsim

Wie oft musste ich mich schon in bestimmten Situationen ärgern und innerlich aufregen:

  • Immer wenn ich erzählte, dass ich jetzt Avocado auf meinem Frühstücksbrot lege, da es gesünder ist anstatt der fettigen Salami.
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In meinen Augen fühlte ich mich mit meiner Aussage und Blick auf die grüne Avocado sehr gut. Ich fühlte mich diszipliniert und wartete auf Anerkennung und Lob für meine Nahrungsumstellung.

Oft bekam ich diese Gegenantwort:

„Ok die Avocado ist gesund, aber du isst ja immer noch das ungesunde Weißbrot darunter.“

Nun bin ich schnell gefangen in der Situation, dass die andere Person Recht hat und ich fühle mich schlecht oder noch schlimmer, als ein Versager und Verlierer.

Was war da gerade passiert?

Whataboutism ist passiert.

Was bedeutet das?

Die andere Person möchte sich in dem Fall schützen, weil es gar nichts von dem macht bzw. sich gar nicht um seine Ernährung kümmert und sucht sich dementsprechend die negativen Aspekte in dem Zusammenhang heraus.

Dass wir aber mit der Avocado unserem Körper etwas Gutes tun, wird dann schnell vergessen und in den Hintergrund gesetzt. Auch vergessen wird jetzt, dass Avocado mit Weißbrot besser ist, als Salami mit Weißbrot.

Das ist der springende Punkt. Das ist Whataboutism.

7 Beispiele

Ich möchte euch ein paar Beispiele auflisten, damit ihr in der nächsten Situation einfach gelassen bleiben könnt und merkt, dass die andere Person sich nur schützen möchte und von sich, dem Thema oder seinen eigenen negativen Seiten ablenken möchte.

1.Sport

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Ich erzähle einer Freundin ganz stolz, dass ich jetzt Sport treibe. Sie antwortet mir: „Ok, aber deine Ernährung ist immer noch so fettig und ungesund. Das macht ja keinen Sinn.“

Das es aber viel besser ist, fettig zu essen „und“ Sport zu treiben, als eine Person zu sein, die fettig isst und „gar kein“ Sport treibt, wird mit der Äußerung der Freundin einfach fallengelassen. Der Blick und die weiterführende Unterhaltung ist nun auf die Ernährung gelenkt und der Sport ist nicht mehr Inhalt des Gesprächs.

2. Klimaschutz

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Ich erzähle meinen Kollegen, dass ich der Umwelt zuliebe jetzt auf Plastiktüten verzichte.

Da schießt das Gegenargument zurück: „OK, das ist schön, aber du fliegst ja auch immer noch dreimal im Jahr in den Urlaub.“

Die Frage wäre jetzt: Was ist wohl besser?

  • Mit dem Flugzeug zu fliegen und keine Plastiktüten zu verwenden?

oder

  • Mit dem Flugzeug zu verreisen und dabei den Plastikmüll zu verteilen?

Diesen Punkt übersehen eure Gegner. Sie sind in ihrer abwehrhaltenden Whataboutism – Schleife.

3. Vegetarier

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Vegetarier verfallen oft dem Whataboutsim.

Sie verzichten der Tierwelt zu liebe auf Fleisch und bekommen oft zu hören, dass sie aber doch noch Eier essen. Das Positive wird wieder unter den Tisch gekehrt.

4. Partnerschaft

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Natürlich gibt es viele Fälle auch in der Beziehung. Nehmen wir als Beispiel die Spülmaschine. Wer kennt die  Diskussionen an diesem Reinigungsgerät nicht? Wer kennt nicht den Streit über die verschiedensten Einräumtechniken?

Was macht die angegriffene Person oder dein/e Partner/in meistens?

Auch hier lenkt sie vom eigentlichen Thema ab indem sie das kleine Wort aber benutzt. Plötzlich geht es nicht mehr um die Spülmaschine, sondern um die Zahnpasta Tube, welche nicht geschlossen wurde.

5. Haushalt

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Ich erzähle der Nachbarin, dass ich meine Fenster geputzt habe. Dies erzähle ich voller Stolz, da es eine Ewigkeit her ist und ich mich dafür überwinden musste. Sie antwortet: „OK, aber dein Vorgarten hätte es aber mal nötiger gehabt.“

Whataboutism. Mein Stolz, der auf dem Fensterputzen lag ist im Nu verflogen.

6. Gesundheit

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Ich erzähle, dass ich meinen Kaffee morgens mit Zimt trinke, da es die Lern- und Gedächtnisleistung fördert, den Blutzuckerspiegel senkt, die Fettverbrennung ankurbelt und natürlich meine Gesundheit unterstützt.

Menschen, welche von sich ablenken möchten, geben als Antwort: „OK , aber das bringt ja nichts, denn du bist ja Raucher, was der Gesundheit mehr schadet.

Gegenfrage:

  • Ist es besser Raucher zu sein, ohne auf die anderen gesundheitlichen Aspekte zu schauen, wie die Ernährung?

Oder

  • Raucher zu sein, trotzdem mit einer gesunden Ernährung seinem Körper etwas Gutes zu tun? Oder wie im Beispiel zusätzlich den Zimt im Kaffee zu trinken?

7. Tiere

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Wenn ich einen Hund aus Gran Canaria zu mir hole und ihm ein schönes neues Zuhause gebe, kommen Menschen, die sagen, dass wir aber doch genügend Tiere in Deutschland haben, die ein Zuhause suchen.

Dabei wird wieder vergessen, dass man trotzdem einem Tier ein neues Leben/neues Zuhause schenkt. Egal aus welchem Heim oder Land es kommt.

Was gibt uns dieses Wissen über Whataboutism im Alltag?

Dieses Wissen über das Wort, lässt mich glücklicher und zufriedener leben. Denn ich weiß jetzt, dass es Menschen benutzen, die von sich selbst nur ablenken wollen und uns ein schlechtes Gewissen geben möchten.

Tipp: Achtet auch mal im TV oder in den Nachrichten darauf. Diese rhetorische Taktik zeigte sich oft bei Trump, wenn er in seinen Ansichten angegriffen wurde. Er zeigte dann einfach auf andere Länder, wo es schlechter läuft und bitterer zugeht. Obwohl seine Argumente nicht gut waren, behielt er oft die Oberhand.

Jetzt wo wir wissen, was viele Menschen bewusst oder unbewusst mit uns machen, können wir uns mit gutem Gewissen sagen, dass es gut ist, wenn wir Obst essen obwohl wir uns regelmäßig eine Pizza gönnen.

Wir haben nun die Oberhand, da wir über das Wissen des Whataboutims verfügen.

Dadurch können wir in der nächsten Diskussion innerlich schmunzeln, wenn wir bemerken das der Whataboutism stattgefunden hat und können uns trotzdem gut fühlen.

Tipp: Wie du außerdem deine Wünsche und Ziele in Gesprächen erreichen kannst – hier klicken.

Wir können uns in vielen Situationen und Diskussionen besser fühlen, da wir wissen, dass die anderen nicht im Recht sind sondern einfach nur das Thema versuchen zu vertauschen. Daraus resultiert ein Gefühl des Glücks, welches uns mehr Leichtigkeit und weniger Stress im Alltag schenkt.

Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi könnt ihr die Leichtigkeit des Whataboutism entdecken:

Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.

Mahatma Ganddhi

Mit Biss in mein Avocado-Weißbrot grüßt euch,

eure Annika

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